Bevor Sie sich das erste Angebot holen — lesen Sie das hier.
Die ehrliche Checkliste für Photovoltaik und Wärmepumpe.
Kein Verkaufsprospekt, keine Werbung, kein Kleingedrucktes.
Damit Sie genau wissen, wonach Sie fragen müssen — und woran Sie
ein gutes Angebot von einem schlechten unterscheiden.
Gabriele Chochol · Projektleiter für Fotovoltaik und Wärmepumpe ·
IEE Solar GmbH · 0172 8138080
01
Bevor Sie irgendwen anrufen.
80 % der schlechten Entscheidungen werden getroffen, bevor das erste
Angebot auf dem Tisch liegt. Weil Sie nicht wissen, was Sie eigentlich
wollen. Diese 6 Punkte klären Sie für sich selbst — am
Küchentisch, mit dem Partner, vor dem ersten Anruf.
02
Photovoltaik — was im Angebot stehen muss.
Wenn einer dieser Punkte im Angebot fehlt oder unklar formuliert
ist — fragen Sie nach. Wer dann ausweicht, will Ihnen was verkaufen, was
er nicht erklären kann.
Module
Wechselrichter
Speicher (falls dabei)
Montage & Installation
03
Wärmepumpe — was im Angebot stehen muss.
Eine Wärmepumpe ist kein Heizungs-Tausch im Verhältnis 1:1.
Wer das so verkauft, hat keine Ahnung oder will Ihnen was unterjubeln.
Vor dem Angebot
Im Angebot
Standort der Außeneinheit
04
Förderung 2026 — was es noch gibt.
Photovoltaik
0 % Mehrwertsteuer auf Anlagen bis 30 kWp —
gilt für Module, Wechselrichter, Speicher, Montage. Läuft
(Stand 2026) weiter, aber nicht für immer.
Einkommenssteuerbefreiung für Anlagen bis
30 kWp — die Erträge müssen Sie nicht versteuern.
KfW 270 „Erneuerbare Energien" — Kredit für
PV-Anlagen, oft günstiger als die Hausbank.
Einspeisevergütung 2026: ca. 8,1 ct/kWh
für Teileinspeisung (Anlagen ≤ 10 kWp). Sinkt halbjährlich
um 1 %. Wer wartet, kriegt weniger.
Wärmepumpe (BEG / KfW 458)
Grundförderung: 30 % der Investitionskosten
Klimageschwindigkeitsbonus: +20 %, wenn
funktionstüchtige fossile Heizung (≥ 20 Jahre alt bei Gas /
jede Öl) ausgetauscht wird
Effizienz-Bonus: +5 %, wenn natürliches Kältemittel
(R290) oder Erdsonden-/Wasser-Wärmepumpe
Einkommens-Bonus: +30 %, bei
zu versteuerndem Haushaltseinkommen ≤ 40.000 € / Jahr
Maximal: 70 % der förderfähigen Kosten,
gedeckelt auf 30.000 € pro Wohneinheit. Antrag VOR
Auftragsvergabe, sonst keine Förderung.
05
Die häufigsten Fehler.
Drei Vertreter, drei verschiedene Anlagen
Wenn jeder Anbieter ein anderes System anbietet, können Sie
nicht vergleichen. Geben Sie allen die gleichen
Eckdaten (Verbrauch, Dach, Speichergröße) und vergleichen Sie
den Preis bei gleicher Hardware.
Speicher zu groß dimensioniert
Vertreter verkaufen gerne 15-kWh-Speicher für 4-Personen-Haushalte.
Das amortisiert sich nie. Faustregel: 1 kWh pro 1.000 kWh
Jahresverbrauch. Lieber etwas zu klein als zu groß.
„All-Inclusive-Preis" ohne Aufschlüsselung
Wenn das Angebot nur eine Endsumme zeigt, wissen Sie nicht, wo Sie
sparen können. Verlangen Sie Einzelposten: Module,
Wechselrichter, Speicher, Montage, Gerüst, Anmeldung. Sonst
kann der Anbieter beliebig kalkulieren.
BEG-Antrag nach Auftragsvergabe
Klassischer Fehler bei der Wärmepumpe: Vertrag unterschrieben,
dann Antrag bei KfW. Falsch.
Antrag muss VOR Auftragsvergabe gestellt sein, sonst gibt's
keinen Cent Förderung.
Niedrigster Preis = bestes Angebot
Der billigste Anbieter spart oft an der Montage, an der Garantie,
oder am Wechselrichter. 10–15 % Preisunterschied bei
gleicher Hardware ist normal. 30 % Preisunterschied
heißt: irgendwo wurde geknapst.
Aufdach-Vertrag bei Mietshäusern
„Sie zahlen nichts, wir installieren kostenlos, Sie bekommen
günstigen Strom." Klingt verlockend. Heißt aber:
der Anbieter besitzt die Anlage 20 Jahre. Sie sind
gebunden, Sie können nicht wechseln, Sie verdienen nichts.
Selbst kaufen lohnt sich fast immer mehr.
06
Die 12 Fragen — jedem Anbieter vorlegen.
Wer auf alle 12 klar antworten kann, ist seriös.
Wer bei drei oder mehr ausweicht, ist es nicht.
Welche Heizlast hat mein Haus konkret in kW? (Wärmepumpe)
Welche Module / Wechselrichter / Speicher schlagen Sie vor — Hersteller, Modell, Garantie?
Wer baut die Anlage auf — Ihre eigenen Monteure oder ein Subunternehmer?
Wer übernimmt die Anmeldung beim Netzbetreiber und beim Marktstammdatenregister?
Ist der hydraulische Abgleich im Preis enthalten? (Wärmepumpe)
Welche JAZ erreicht die Anlage konkret in meinem Haus? (Wärmepumpe)
Was kostet die Wartung pro Jahr — verpflichtend oder optional?
Was passiert, wenn der Hersteller in 10 Jahren pleite ist? Wer haftet?
Wann ist Liefer- und Montagetermin verbindlich zugesagt — schriftlich?
Ist Notstrom-/Ersatzstromfähigkeit dabei? (PV)
Welche Eigenleistung kann ich erbringen, um zu sparen?
Bei welchem Preis sind Sie raus, wenn ich nachverhandle?
07
Wenn Sie soweit sind.
dann rufen Sie mich an. Kein Drücker-Termin, keine 90-Minuten-Show,
kein „nur wenn Sie heute unterschreiben"-Trick. Wir gehen Ihre
Liste oben durch, ich schaue mir Ihr Dach an, und dann bekommen
Sie eine ehrliche Einschätzung. Auch wenn die Antwort
lautet: lassen Sie es lieber.